Zwei Todesfälle, ein Thema: Menschenrechte!
Am 17. bzw. 18.12.2011 verstarben zwei prominente Personen, deren Leben unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine stand gegen die Menschenrechtsverletzungen des kommunistischen Regimes seiner Heimat auf, ging dafür ins Gefängnis, wurde mit Aufführungs- und Publikationsverbot belegt – und dennoch war er nicht klein zu kriegen und wurde schließlich Präsident seines Landes.
Der andere war der Führer eines solchen kommunistischen Systems am anderen Ende der Welt.
Der eine, Václav Havel, Schriftsteller, ehemaliger Präsident der damaligen Tschechoslowakei und des späteren Tschechiens, zeigte jedem Menschenrechtsverfechter, wie wichtig es ist, die Courage zu haben, für diese fundamentalen Rechte aufzustehen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Er zeigte, dass man Menschenrechte auch angesichts eines scheinbar übermächtigen Staatsapparates mit friedlichen Mitteln durchsetzen kann. Um ihn trauert man aus aufrichtiger Hochachtung.
Der andere, Kim Jong-Il, „Führer“ Nordkoreas, zeigte uns hingegen, dass es noch ein weiter Weg zur Verwirklichung der Menschenrechte als globale Realität ist. Um ihn wird auf staatliche Anordnung getrauert. Doch das Ende jeder Ära ist auch ein Neubeginn. Hoffen wir für die Menschen in Nordkorea, dass es zumindest ein winzig kleiner Schritt in Richtung Menschenrechte wird.